Paideia statt Kultur, statt Zivilisation, statt Gesellschaft

Die kulturrevolutionäre Wiederanknüpfung an den altgriechischen Begriff der Paideia soll den weiteren geistigen Verfall unserer Lebensgrundlagen und die damit zusamenhängenden Krankheitserscheinungen des Gemeinschaftswesens umkehren. In der Hochzeit der menschlichen Entwicklung, in der Epoche der griechischen Antike in der Mitte des 1. Jahrtausends vor der christlichen  Zeitrechnung dachten unsere geistigen Vorfahren den Kulturbegriff als Paideia. Hierunter verstanden sie aber wesentlich mehr, als wir heute.  Er war mehr als nur berufliche  Erziehung. Unaufhörliche, lebenslange Selbsterziehung zum Guten, die schicksalshafte Einheit der eigenen meisterhaft gelösten Lebensaufgabe mit dem Polisgeschehen war ein natürlicher, nicht hinterfragter, selbstverständlicher Prozess.

Veröffentlicht unter Bildungswesen | Hinterlasse einen Kommentar

Paideia – Weitere Annäherung an die goetheanistische Lebensart

Paideia ist der Vorgang der Selbstentwicklung, Selbstvervollkommnung mit dem Ideal der Arete als Bildungsziel. Der Erwerb der persönlichen Tüchtigkeit, wodurch die individuelle Lebensaufgabe ohne unüberwindbare Hindernisse gelöst werden kann, führt auch zur Selbstoffenbarung des eigenen wahren Wesens, zur Selbsterkenntnis. Paideia ist ohne direktdemokratische Einflußnahme am Polisgeschehen nicht denkbar. Der aktuelle Kulturbegriff sowie der Begriff der Zivilisation findet hier keine Verwendungsmöglichkeit mehr, da er zum einen rein beschreibend eingesetzt wird und zum anderen den technischen Aspekt der Weltbeherrschung betont. Paideia steht für die naturphilosophische Selbstintegration in den vernünftigen Weltengrund. Wird fortgesetzt.

Veröffentlicht unter Bildungswesen | Hinterlasse einen Kommentar

Bildung, Kunst und Religion sind eine Einheit!?

Bildungserfolge stellen sich nicht allein durch kleinere Klassen, durch mehr Geld und Lehrer, durch Einrichtung einer Vorschule im Kleinkindalter und auch nicht durch wiederholte sogenannte Schulreformen ein. Auch hier gilt das, was im Gesundheitsbereich beachtet werden muß. Wird die geistige Hauptursache beseitigt, dann muß auch nicht mehr an den körperlichen Erscheinungen gearbeitet werden. Der Bildungsbegriff selbst muß lebendiger, schöpfungsgemäßer gefaßt werden. Wenn Bildung als Selbstbildung gedacht wird, wenn Bildung als religiöse Handlung der geistig freien Individualität verstanden wird, dann wird aus der Lehrerausbildung Selbsterziehung zur Entwicklungsbegleitung und dann nimmt das Verhältnis des Lehrers gegenüber seinen Schülern die Form einer erkenntniskünstlerischen Erweckungsgemeinschaft an. Als Beispiel einer am Urbild der Erziehungswissenschaft sich orientierende Verwirklichung des oben genannten finden Sie unten einen kleinen Einblick in das Geschehen am Institut für Waldorf-Pädagogik in Witten-Annen.

 

Veröffentlicht unter Bildungswesen | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Goetheanistik

Definition in Stichworten: Angewandte Romantik. Erkenntnisgeleitete Tat. Erkenntniskunst. Denkwille. Sonne und Erde als Einheit des Höheren mit dem Unteren Ich. Dialektischer Monismus. Objektiver Idealismus. Eine vorbestimmte Wirklichkeit, die unabhängig von uns existiert und die wir nur zu konsumieren haben, gibt es nicht. Das unbestimmte Chaos im Einzugsbereich des Lebensweges ist das Material für den Künstler. Selbstorganisation. Selbsterkenntnis. Ganzheit. Ästhetische Autonomie. Aufbau des ästhetischen Staates in uns. Selbstbildung als ursprüngliche, einzig wahre Religion. Wir leben in einer vernünftigen Welt. Hochschuldidaktik als Hauptfach für Jedermann im Selbstunterricht.

Veröffentlicht unter SUE-Glossar | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Integrismus

Die Begriffe Integer, Integral, Integration, Integralismus, Integrismus haben ihren Ursprung im Lateinischen: integritas (= unversehrt, vollständig, ganz) und integratio (= das Ganze schaffen oder wiederherstellen). Gerne vertrauen wir einer uns als integer erscheinenden Person. Seine persönliche Integrität macht ihn vertrauenswürdig. Fehlende Korrumpierbarkeit, Pflichtbewußsein, Prinzipientreue, Unbestechlichkeit und Werthaftigkeit im Verhalten führen zur Ästhetik der Integrität. Es ist die Unversehrtheit im Ethischen, die Ganzheit in der praktischen Philosophie des Handelnden, die uns so urteilen läßt. In der Vorstellung von der territorialen Integrität ist das Ganze erdkundlich politisch erfasst. Auch der Volkskörper, die durch Dogmen geschaffene Glaubensgemeinde und die Nahrung kann auf ihre Integrität hin überprüft werden. Der romantisch geschulte Wissenschaftler sieht die Welt insgesamt ganzheitlich an, einschließlich seiner selbst. Unter Integration verstehen wir so unterschiedliche Vorgänge wie die Berechnung von Integralen, die rechtliche Einfügung von untereinander nicht dialogfähigen Kulturgruppen in eine Gesellschaft, die Assimilation in die Lebensgemeinschaft, die dialektisch-monistisch objektiv-idealistische Evolution im Denkfortschritt der totalexistierenden, geistig freien Individualität, die Selbstbildung und den Kunstprozess. Integralistisch oder integristisch ist eine Vorgehensweise, die eine verlorengegangene oder neu herzustellende Ganzheit anstrebt. Das faustische Christentum ist die selbstintegristische Religion der goetheanistischen Entelechie. Es ist eine zwischen Apollo und Dionysos, Platon und Aristoteles vermittelnde Religion. Das faustische Christentum nimmt der totalitären Hybris die Kraft durch die Überwindung der individuellen Trennung von Natur und Geist in der Erkenntniskunst. Es ist die reine und wahre Religion. Es ist die Religion, die mit den Schöpfungsgesetzen übereinstimmt. Es ist die Religion, die das Untere Ich mit dem Höheren Ich vereinigt.

Veröffentlicht unter SUE-Glossar | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

GAIA. Goetheanistisch autonome intuitive Aktion

Kurzvorstellung: Bei der GAIA handelt es sich um junge Goetheanisten, erkenntniskünstlerische Arbeitsgruppen, Idealisten, die konkret utopische Entwicklungsvorhaben aus sich selbst heraus in Gang setzten, um autonome Kulturräume zu schaffen. Ihre romantische Integrität läßt sie nicht untreu werden auf dem leuchtenden Pfad der Evolution. Das Ziel und Urbild ihrer Anstrengungen ist der unabhängige Stadtstaat.

Veröffentlicht unter Goetheanistik | Hinterlasse einen Kommentar

Die Goetheanisten. Partei für direkte Demokratie

Erste, einführende Worte: Eine weitere erkenntniskünstlerische Sichtweise auf das Ganze bieten die Goetheanisten. Als Senatspartei sind sie Teil eines politischen Ganzen. Die verwendete Methode der romantischen Wissenschaft aber macht aus ihr eine Kraft, die auch andere politische Minderheiten zu ihrem schöpfungsgemäßen Naturrecht verhilft. Die kulturrevolutionäre Neubesinnung auf die faustisch integristische Religion Goethes ist die ursächlich wirksame, organische Gesundheitslösung für zahlreiche Erkrankungen des Sozialkörpers in der Mitte von Europa. Direkte Demokratie ist Selbstbildung und schafft aus sich heraus ein apollinisch geordnetes, gesundes Ganzes. Die Selbstzähmung der natürlichen Chaoskräfte ist das, was zur Evolution des ästhetisch autonomen Menschenbildes führt. Hilfreich für die Verwirklichung des beschriebenen Ideals ist ein außerparlamentarischer Widerstand der sich selbst ein geistliches Interdiktionsrecht zuschreiben kann. Ist dieser Einspruch in der objektiven Tatsachenwelt durch Wissenschaft und Kunst zustande gekommen, dann wird er sich auch gegen Ideologie und Willkür Gehör verschaffen.

Veröffentlicht unter Goetheanistik | Hinterlasse einen Kommentar

Die Verfassung der Goetheanistischen Plattform “Sonne und Erde”. Teil 1

Präambel: In faustischer Selbstverantwortung, sich seiner integristischen Ganzheit bewußt, strebt die totalexistierende, geistig freie Persönlichkeit den ästhetischen Staat an, in dem der Widerspruch von Gemeinschaft und menschlichem Einzelwesen in autonomen Kulturräumen aufgehoben wird.

Veröffentlicht unter Verfassungsdebatte | Hinterlasse einen Kommentar

Das Allgemeine im Besonderen

Hier entsteht der erste goetheanistische Blog der Welt. Seine Aufgabe ist es, daß integristische Werk und damit auch das faustische Anliegen des Nationaldichters des deutschen Volkes in unterschiedlichsten Aspekten deutlich zu machen. Mit Goethe hat sich das evolutionäre Geschehen als Erkenntniskunst gänzlich in die menschliche Sphäre verlagert. Er betrat als erster das jenseits von Gut und Böse liegende Gebiet der Situationsethik. Die Wahrnehmung der unmittelbaren Selbstverantwortung war das Ergebnis seiner kulturrevolutionären Entelechie, der totalexistierenden, geistig freien Individualität.

(Geändert am 22/02/11)

Veröffentlicht unter Romantik | Hinterlasse einen Kommentar